Versteigerungsbedingungen

Frühjahrsauktion II

Auktionszeitraum: 23.05.2019
Auktionsnummer: 41

Versteigerungsbedingungen
in der Fassung vom 01.01.2019
Mit der Teilnahme an der Versteigerung, gleich ob im Wege persönlicher, telefonischer, schriftlicher,
fernschriftlicher oder elektronischer Teilnahme, werden folgende Bedingungen anerkannt; die
Bedingungen gelten für alle Auktionen und die zugehörigen verbundenen Geschäfte, den Verkauf
sowie die Einlieferung. Gegenüber den Einlieferungsbedingungen haben diese Vorschriften Vorrang,
soweit sie den gleichen Sachverhalt regeln; im Übrigen ergänzen die Versteigerungsbedingungen die
Einlieferungsbedingungen:

Katalog und Beschaffenheit
1. Das Auktionshaus Kloss, Rosenthaler Str. 16, 13127 Berlin versteigert in öffentlicher Versteigerung
gemäß § 383 Abs. 3 S. 1 BGB im Namen und für Rechnung der Einlieferer (Agent). Die Versteigerung
erfolgt freiwillig. Jeder Auftraggeber erhält eine Nummer, so dass aus dem Einlieferungsverzeichnis zu
erkennen ist, welche Gegenstände von welchem Auftraggeber eingeliefert wurden.
2. Sämtliche zur Versteigerung gelangenden Gegenstände sind ausnahmslos gebraucht und haben
einen ihrem Alter und ihrer Herkunft entsprechenden Erhaltungszustand. Sie können im Rahmen der
Vorbesichtigung geprüft und besichtigt werden. Die Angaben im Katalog und in anderen
Präsentationsformen (z.B. Internet), die in der Regel auf Angaben der Einbringer beruhen, werden
nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Sie sind keine zugesicherten Eigenschaften im Sinne der
§§ 459 ff. BGB, sondern grundsätzlich als Meinungsäußerung und nicht als Tatsachenbehauptung
anzusehen. Auskünfte jedweder Art, sei es mündlich oder schriftlich, bringen lediglich eine subjektive
Einschätzung des Auktionshauses zum Ausdruck und sind keine abweichende Individualabrede,
Garantie- oder Beschaffenheitsvereinbarung. Werden zusätzlich zu dem Katalog noch andere
Präsentationsformen genutzt, sind dennoch nur die im Katalog enthaltenen textlichen Angaben, nicht
hingegen Abbildungen, maßgeblich. Es bleibt vorbehalten, Katalogangaben in der Auktion zu
berichtigen.
Der Erhaltungszustand wird im Katalog nicht durchgängig erwähnt, so dass fehlende Angaben
ebenfalls keine Beschaffenheitsvereinbarung begründen. Beschädigungen finden im Katalog nur
Erwähnung, wenn sie nach Einschätzung des Versteigerers den optischen Gesamteindruck des
Versteigerungsobjekts deutlich beeinträchtigen. Insoweit ergibt sich aus fehlenden Hinweisen auf
Reparaturen, Restaurierungen, Ergänzungen oder sonstigen Maßnahmen am Versteigerungsobjekt
nicht, dass sich die Sache in einem perfekten Zustand befindet. Gegenstände von geringem Wert
können als Konvolute außerhalb des Katalogs versteigert werden.

Haftung und Verjährung
3. Eine Haftung des Versteigerers wegen etwaiger offener oder versteckter Mängel, wegen Verlust
oder Beschädigung des versteigerten Objekts wird ausdrücklich ausgeschlossen, sofern eine
gesetzliche Haftung nicht zwingend vorgeschrieben ist. Schadensersatzansprüche gegen den
Versteigerer wegen Rechts- und Sachmängeln sowie aus sonstigen Rechtsgründen, inklusive Ersatz
vergeblicher Aufwendungen sowie Ersatz von Gutachterkosten, sind ausgeschlossen, soweit sie nicht
auf vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Handeln des Versteigerers beruhen oder ihre Ursache in der
Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit haben. Die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ist
betragsmäßig begrenzt auf die Höhe des jeweiligen Zuschlags.
Für einfach fahrlässiges Verhalten des Versteigerers und der Personen, für die er einzutreten hat,
besteht nur dann eine Haftung, wenn dieses die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten betrifft.

4. Gegenstände, die dem Versteigerer gehören, werden im Katalog und Versteigerungsverzeichnis
gesondert aufgeführt und als solche gekennzeichnet.

5. Der Versteigerer erklärt sich bereit, unverzüglich vorgenommene begründete Rügen des Käufers an
den Einlieferer der bemängelten Sache weiterzuleiten.

6. Alle Ansprüche gegen das Auktionshaus wegen gebrauchter Sachen verjähren 1 Jahr nach
Übergabe des zugeschlagenen Objektes, soweit sie nicht auf einer vorsätzlichen Rechtsverletzung
beruhen oder gesetzlich zwingend längere Verjährungsfristen vorgeschrieben sind. Soweit der
Erwerber Kaufmann, Gewerbetreibender oder Freiberufler ist, verjähren die
Gewährleistungsansprüche in 6 Monaten nach dem Tag des Zuschlages. Ausgenommen von der
verkürzten Verjährung sind Ansprüche, die ihre Ursache in der Verletzung von Leben, Körper oder
Gesundheit haben.

Ablauf der Versteigerung
7. Maßgeblich ist bei Geboten jeder Art ist die im Gebot genannte Katalognummer. Der Versteigerer
hat das Recht, Nummern zu trennen oder zu vereinen, außerhalb der Reihe anzubieten oder
zurückzuziehen.

8. Ebenso kann er Gebote ohne Begründung ablehnen; dies gilt insbesondere dann, wenn ein Bieter,
der dem Versteigerer nicht bekannt ist, mit ihm eine Geschäftsverbindung noch nicht besteht, oder der
Bieter nicht spätestens bis zum Ende der Versteigerung Sicherheit leistet. Ein Anspruch auf Annahme
eines Gebotes besteht auch im Falle der Sicherheitsleistung nicht. Wird ein Gebot abgelehnt, bleibt
das unmittelbar vorher abgegebene Gebot verbindlich. Geben mehrere Personen das gleiche Gebot
ab, so erhält das zuerst abgegebene Gebot den Zuschlag. Besteht Uneinigkeit über einen Zuschlag,
so kann der Versteigerer nach freiem Ermessen den Zuschlag sofort zu Gunsten eines bestimmten
Bieters wiederholen oder den Gegenstand nochmals aufrufen. Ein Anspruch auf Zuschlagserteilung
besteht nicht. Ein Gebot erlischt außer im Falle seiner Ablehnung durch den Versteigerer dann, wenn
die Versteigerung ohne Erteilung des Zuschlags geschlossen wird oder wenn der Versteigerer den
Gegenstand erneut aufruft; ein Gebot erlischt nicht durch ein nachfolgendes unwirksames Übergebot.

9.Alle Gebote gelten als vom Bieter im eigenen Namen und für eigene Rechnung abgegeben. Will ein
Bieter Gebote im Namen eines Dritten abgeben, muss er dies vor Versteigerungsbeginn unter
Nennung von Namen und Anschrift des vertretenen und einer schriftlichen Vollmacht mitteilen,
ansonsten wird er selbst verpflichtet.

10. Der Aufruf beginnt in der Regel zu dem im Katalog angegebenen Preis. Im Katalog angegebene
Schätzpreise sind keine Mindest- oder Höchstpreise, sondern dienen nur als Anhaltspunkt für den
Verkehrswert der Gegenstände ohne Gewähr für die Richtigkeit. Ist im Katalog kein Preis angegeben,
beginnt der Aufruf mit dem vom Versteigerer geschätzten Richtpreis, es sei denn, dass bereits höhere
schriftliche Gebote vorliegen oder dass der Versteigerer mit dem Einlieferer einen
Mindestzuschlagpreis von mehr als 50 % des Schätzpreises vereinbart hat. Die Steigerungsstufen
liegen im Ermessen des Versteigerers, im Allgemeinen um 10 % des vorangegangenen Gebots.

11. Gebote können persönlich im Auktionssaal sowie bei Abwesenheit schriftlich, telefonisch oder,
soweit das Auktionshaus Kloss eine zugelassene Plattform im Internet angegeben hat, online
abgegeben werden.
Schriftliche Gebote müssen spätestens am Tag vor der Versteigerung eingegangen seien und den
Gegenstand unter Aufführung der Katalognummer, des gebotenen Preises, der sich als
Zuschlagspreis ohne Aufgeld und Mehrwertsteuer versteht, benennen. Bei schriftlichen Geboten
beauftragt der Bieter den Versteigerer, für ihn Gebote abzugeben. Unklarheiten oder Ungenauigkeiten
gehen zu Lasten des Bieters. Der Versteigerer ist nicht verpflichtet, den schriftlichen Bieter von der
Nichtberücksichtigung seines Gebotes in Kenntnis zu setzen. Jedes schriftliche Gebot wird vom
Versteigerer nur mit dem Betrag in Anspruch genommen, der erforderlich ist, um andere Gebote zu
überbieten.
Bei telefonischen Geboten wird ein im Auktionssaal anwesender Telefonist beauftragt, nach
Anweisung des zuvor identifizierten Bieters Angebote abzugeben. Die telefonischen Angebote sind
bindend und stehen im Saal abgegebenen Geboten gleich. In dem telefonisch abgegebenen Gebot
sind das Aufgeld, die gesetzliche Mehrwertsteuer oder andere Kosten nicht enthalten. Telefonische
Gebote können vom Auktionshaus Kloss aufgezeichnet werden. Mit dem Antrag zum telefonischen
Bieten erklärt sich der Antragsteller mit den Versteigerungsbedingungen und der Aufzeichnung von
Telefongesprächen einverstanden. Das Auktionshaus haftet nicht für das Zustandekommen und die
Aufrechterhaltung von Telekommunikationsverbindungen oder für Übermittlungsfehler.

12. Internet-Gebote können sowohl als Vorgebote vor Beginn einer Versteigerung als auch als Live-
Gebote während einer im Internet live übertragenen Versteigerung nach Maßgabe der vorliegenden
Versteigerungsbedingungen abgegeben werden. Gebote die während einer laufenden Versteigerung
via Internet eingehen, werden nur dann berücksichtigt, wenn es sich um eine Live im Internet
übertragene Versteigerung handelt. Im Übrigen sind Internet-Gebote nur dann zulässig, wenn der
Bieter vom Auktionshaus Kloss zum Bieten über das Internet durch Zusendung eines Nutzernamens
und eines Passwortes zugelassen worden ist und die Gebote auch zweifelsfrei zugeordnet werden
können. Die über das Internet übertragenen Gebote werden elektronisch protokolliert. Live-Gebote
werden wie Gebote aus dem Auktionssaal behandelt.

13. Das Widerrufs- und Rückgaberecht nach Maßgabe des Rechts für Fernabsatzverträge findet auf
Schrift-, Telefon- und Internetgebote keine Anwendung.

14. Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den Meistbietenden. Wird das zuvor gesetzte
Limit nicht erreicht, sondern unter Vorbehalt zugeschlagen, so bleibt der Bieter für vier Wochen an
sein Gebot gebunden. Wird ein Vorbehalt durch den Einlieferer nicht genehmigt oder bietet jemand
das Limit, kann das in der Katalognummer bezeichnete Versteigerungsobjekt ohne Rückfrage bei dem
Bieter des Vorbehalts an einen höheren Bieter abgegeben werden. Es ist Sache des Bieters, sich
über die Genehmigung seines Gebots zu informieren. Ein Zuschlag unter Vorbehalt ist auch möglich,
wenn rechtliche oder tatsächliche Zweifel bei einem Objekt während der Auktion angemeldet werden.
Wenn trotz abgegebenen Gebots kein Zuschlag erteilt wird, haftet der Versteigerer dem Bieter nur bei
Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Hat der Versteigerer ein höheres Gebot übersehen oder
bestehende Zweifel über den Zuschlag, kann er bis zum Abschluss der Auktion nach seiner Wahl den
Zuschlag zu Gunsten eines bestimmten Gebietes wiederholen oder den Gegenstand erneut aus
bieten; in diesen Fällen wird ein vorangegangener Zuschlag unwirksam.

15. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung. Bei Nachgeboten kommt ein Vertrag erst zustande,
wenn das Auktionshaus das Angebot annimmt. Im Übrigen gelten die Versteigerungsbedingungen
auch für den freihändigen Verkauf.

Pflichten des Käufers, Risikoübergang
16. Der Zuschlag verpflichtet den persönlich anwesenden Bieter zur unverzüglichen Abnahme und
sofortigen Bezahlung des Versteigerungsobjektes. Neben der Zuschlagssumme ist vom Käufer ein
Aufgeld von 23,9 % zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von derzeit 19 % auf das Aufgeld
(insgesamt also 28,44 %) zu zahlen. Auf den Nettorechnungspreis (Zuschlag und Aufgeld) wird die
gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % für Bilder, Originalgrafik, Plastik und Sammlungsstücke und für
Kunstgewerbe und Photographie hinzugerechnet. Von der MwSt. befreit sind Ausfuhrlieferungen in
Drittländer und – bei Angabe der USt-Id.-Nr. an Unternehmen in andere Mitgliedsstaaten.

17. Abwesende Erwerber sind verpflichtet, die Gegenstände unverzüglich nach Mitteilung des
Zuschlages beim Auktionshaus gegen Barzahlung von Zuschlagssumme und Aufgeld inklusive der
darauf entfallenden MwSt. abzuholen. Einer besonderen Aufforderung zur Abholung bedarf es nicht.
Das Eigentum an den ersteigerten Gegenständen bleibt bis zur Erfüllung aller im Zeitpunkt des
Zuschlages vom Erwerber geschuldeten Forderungen des Versteigerers vorbehalten.
Mit der Erteilung des Zuschlags gehen alle Risiken, insbesondere die Gefahr des zufälligen
Untergangs und der zufälligen Verschlechterung auf den Bieter über, auch wenn der Erwerber die
Gegenstände nicht sofort im Auktionshaus abgeholt hat. Das Auktionshaus trägt in keinem Fall eine
Haftung für Verlust oder Beschädigung nicht abgeholter oder mangels Bezahlung nicht übergebener
Gegenstände, es sei denn, es läge Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vor. Nicht abgeholte
Gegenstände kann das Auktionshaus auf Kosten und Gefahr des Erwerbers bei einem Lagerhalter zur
Aufbewahrung geben; der Erwerber wird über die Aufbewahrung unterrichtet.

18. Zahlungen sind bar in Euro oder per EC-Karte an den Versteigerer zu leisten. Ab einem
Rechnungsbetrag in Höhe von 500€ ist eine Zahlung vor Ort mit Kreditkarte zuzüglich 3 % plus
gesetzlicher Mehrwertsteuer möglich. Statt Barzahlung kann auch Zahlung durch bankbestätigten
Scheck erfolgen; Schecks werden nur erfüllungshalber angenommen. Die durch Überweisung oder
Scheckeinlösungen anfallenden Kosten, Gebühren und Steuern gehen zu Lasten des Erwerbers. Bei
Geboten in Abwesenheit gilt unbeschadet der sofortigen Fälligkeit die Zahlung binnen 7 Tagen nach
Rechnungsdatum noch nicht als verspätet; danach tritt Zahlungsverzug ein. Der Versteigerer ist
berechtigt, für jede Mahnung Mahngebühren in Höhe von 10 € zu verlangen, wobei dem Käufer der
Nachweis zusteht, das dem Versteigerer kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

19. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe von 1 Prozent pro Monat in Rechnung
gestellt. Der Erwerber hat das Recht zum Nachweis eines geringeren oder keines Schadens beim
Versteigerer. Des Weiteren kann das Auktionshaus bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des
Kaufvertrages verlangen oder nach angemessener Fristsetzung vom Vertrag zurückzutreten. Im Falle
des Rücktritts erlöschen alle Rechte des Bieters am Versteigerungsobjekt. Das Auktionshaus ist
berechtigt, Schadenersatz in Höhe des entgangenen Aufgeldes zu verlangen. Wird der Gegenstand in
einer neuen Auktion versteigert, so haftet der säumige Erwerber außerdem für jeglichen Mindererlös
gegenüber der früheren Versteigerung sowie für die Kosten der wiederholten Versteigerung; auf einen
etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch. Das Auktionshaus hat das Recht, säumige Erwerber von
weiteren Geboten in Auktionen auszuschließen.

20. Kaufgelder und Kaufgeldrückstände sowie Nebenleistungen kann der Versteigerer im Namen des
Einlieferers einziehen und einklagen.

21. Gegenüber dem Versteigerer kann der Erwerber nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig
festgestellten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungsrechte des Erwerbers sind ausgeschlossen,
soweit sie nicht auf demselben Vertragsverhältnis beruhen.


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